Unsere Empfehlungen

Buchtipp vom 21. Februar 2020: "Das Internat der bösen Tiere" von Gina Mayer


Dieses Buch ist lesenswert, weil es eine fantastische Abenteuergeschichte für Mädchen und Jungen ist!

Die Autorin Gina Mayer stand schon als Kind im Zoo vor den Käfigen, in die alle anderen einen kurzen, ängstlichen Blick werfen, zum Beispiel bei den Würgeschlangen. Jetzt hat sie aus ihrer Liebe zu diesen Tieren eine Geschichte gemacht. Schauplatz ist die gefährlichste Schule der Welt, ein Internat erbaut auf sechs Inseln mitten im tosenden Meer. Nur die besten ihrer Art werden hier aufgenommen: Königliche Leoparden, giftige Skorpione, reißende Haie u.a. Und dann gibt es noch den 13 jährigen Noel, der in seinem Alltag vom Pech verfolgt zu sein scheint. Als er auch noch von sprechenden Tieren verfolgt  wird, zweifelt er fast schon an seinem Verstand. Kurz bevor er von der Schule zu fliegen droht, folgt er instinktiv den Rufen der Tiere und begibt sich auf ein gefährliches Abenteuer. Gina Mayer ist ein spannender Auftakt zu einer neuen Reihe gelungen. Die Guckloch-Stanzung im Cover macht das Buch zu einem echten Hingucker.
Für schlangenschlaue Leser ab 10 Jahren!

Buchtipp vom 7. Februar 2020: "Unter einem guten Stern" von Minnie Darke


Dieses Buch ist lesenswert, weil Sterne nicht lügen oder doch?
 
Hier passt alles zusammen. Das Cover ist ausgeklügelt gestaltet. Der blaue Hintergrund ist mit weißen Sternen und goldenen Sprenkeln durchsetzt. Das Sternbild des Wassermanns, das in der Geschichte eine zentrale Rolle spielt und die weiße Silhouette einer jungen Frau, die nach den Sternen greift, leuchten in der Dunkelheit. "Astrologie ist wie die Schwerkraft. Man muss nicht daran glauben, damit sie ihre Wirkung entfaltet." Das Zitat im Vorwort trifft den Kern der Geschichte. Der Schauspieler und unheilbare Romantiker Nick trifft nach Jahren seine Sandkastenfreundin Justine wieder. Diese wiederum ist Journalistin und überzeugte Skeptikerin. Deshalb hält sie die Deutung der Gestirne auch für absoluten Unsinn. Als sie jedoch erfährt, dass Nick sich immer nach dem Horoskop richtet, das ihre Zeitschrift veröffentlicht, fasst sie einen kühnen Plan. Sie manipuliert das Wassermann-Horoskop und hofft so, Nick in ihre Richtung zu lenken. Dass sie damit Einfluss auf viele andere "Wassermänner" nimmt, die sich vom Horoskop leiten lassen, führt zu vielen amüsanten Nebenschauplätzen. Alles steuert aber unweigerlich auf ein Happy End zu. Man muss nicht an Astrologie glauben, um diese Geschichte über Schicksal, Zufall und die Macht der Liebe zu mögen.

Buchtipp vom 24. Januar 2020: "Frida Kahlo" von Caroline Bernard


Dieses Buch ist lesenswert, weil das Leben dieser faszinierenden Künstlerin unterhaltsamen und interessanten Lesegenuss bietet.
 
Der Roman beginnt im Jahr 1925 in Mexiko. Frida Kahlo, die ihrem Medizinstudium entgegen fiebert, wird durch einen schrecklichen Busunfall ihren Zukunftsträumen beraubt. Als Folge davon muss sie ihr ganzes Leben lang Schmerzen ertragen. Die Autorin beschreibt berührend die Entstehung einiger ihrer bekanntesten Gemälde und was Kahlo damit ausdrücken wollte.  Ihre farbenprächtigsten Bilder sind Zeichen ihrer Kraft und ihres Mutes. Später verliebt sich Kahlo in das Malergenie Diego Rivera und taucht mit ihm in die Welt der Kunst ein. Der exzentrische Künstler ermutigt sie in ihrem Schaffen, gleichzeitig betrügt und verletzt er sie aber auch immer wieder. Der Schreibstil der Autorin ist genauso flüssig und bunt wie Fridas Kleider! Es ist ein Roman über eine starke Frau mit Ecken und Kanten, die ihren eigenen Weg ging und dabei viele Höhen und Tiefen durchlebte. Die Lektüre hinterlässt einen intensiven Eindruck von dieser faszinierenden Mexikanerin, die so gerne provozierte und mit jeder Faser ihres Körpers liebte, lachte, weinte, lebte und malte. Klare Leseempfehlung!

Buchtipp vom 10. Januar 2020: "Neuschnee" von Lucy Foley


Dieses Buch ist lesenswert, weil es der passende Nervenkitzel für kalte Wintertage ist!
 
Neuschnee wäre die passende Kulisse für die Lektüre. Am Kaiserstuhl reicht aber auch der dichte Nebel, um sich von der Spannung dieses Thrillers fesseln zu lassen. Neun Freunde verbringen Silvester in einem abgelegenen Anwesen in den schottischen Highlands. Die eindrucksvolle Landschaft sollte  der perfekte Ort für eine ausgelassene und ganz besondere Wiedersehensfeier werden. Was als unbeschwerter Ausflug beginnt, wird immer bedrohlicher als heftiger Schneefall das Anwesen von der Außenwelt abschneidet. Unter den vermeintlichen Freunden kommen alte Konflikte, Eifersucht und Missgunst zutage. Dann wird einer der Freunde tot im Schnee gefunden und die Situation in der Hütte eskaliert, nachdem das Gerücht von einem umherstreifenden Serienmörder die Runde macht. Allen ist klar: Der Mörder ist unter ihnen. Spannung bis zum Schluss!

Buchtipp vom 13. Dezember 2019: "Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" von Jojo Moyes


Dieses Buch ist lesenswert, weil hier steht, wie es geht: Das Leben wagen!
 
Bücher, starke Frauen, wilde Landschaften und Pferde. Das sind die Themen, die Jojo Moyes meisterhaft in ihrem neuen Roman zusammenführt. Sie schreibt über die Satteltaschen-Bibliothekarinnen von Kentucky, die in den 1930er Jahren durch die raue Berglandschaft ritten, um den Menschen in den entlegensten Siedlungen Bücher zu bringen oder sie im Lesen zu unterrichten. Mit dieser Geschichte will sie zeigen, wie einfallsreich Frauen unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Oftmals brachten sie enorme Strecken in unwegsamem Gelände hinter sich, trafen auf Misstrauen und Ablehnung, genauso wie auf Bigotterie und Rassismus. Die Autorin ist selbst die damaligen Routen der Bibliothekarinnen abgeritten, spürte dabei die Stille der Wälder und sah den nächtlichen Sternenhimmel beleuchtet von Millionen Leuchtkäfern. Damit war auch der Titel des Buches gefunden. Eine Geschichte, die Mut macht, den eigenen Weg zu gehen.

Buchtipp vom 29. November 2019: "Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe" von Michael Ende und Wieland Freund


Dieses Buch ist lesenswert, weil es ein fulminantes Ritter-Abenteuer zum Vor- und Selberlesen ist!
 
Knirps ist klein und schmächtig und bekleidet mit einem bunten Harlekinkostüm. Klingt nicht gerade furchterregend. Trotzdem ist er fest davon überzeugt, dass ein echter Raubritter in ihm steckt. Also büxt er seinen Eltern aus, um beim berüchtigten Rodrigo Raubein in die Lehre zu gehen. Doch der fordert zunächst eine Mutprobe, zum Beispiel einen Prinzessinnenraub. Zufällig kommt die Kutsche von Prinzessin Flip des Weges. Nur dumm, dass auch der mächtige Zauberer Rabanus Rochus diesen Plan hat. Und schon gerät Knirps von einem Schlamassel in den Nächsten. Das ist nicht nur spannend, sondern auch sehr witzig erzählt. In dieser Rittergeschichte ist nichts so, wie es scheint. Ein turbulentes Abenteuer mit schrägen Figuren und kuriosen Wendungen. Michael Ende hat die ersten Kapitel dieser Geschichte kurz vor seinem Tod geschrieben. Wieland Freund, selbst Kinderbuchautor und seit Kindertagen bekennender Michael Ende Fan, hat die Geschichte zu Ende erzählt und posthum veröffentlicht. Eine Hommage an einen großen Geschichtenerzähler, der in diesen Tagen 90 Jahre alt geworden wäre. Ein moderner Klassiker für Kinder ab 6 Jahren.